An der Premiere von «The Kardashians» hat Khloé ihre Tochter True als Begleitung dabei. True trägt Luxussneakers von Dior.
Stars wie Khloé Kardashian und Cardi B setzen nicht nur für sich selbst auf sündhaft teure Outfits, sondern auch für ihre Kinder. Deswegen wächst der Markt für Kinderluxus.
Das Geld für Designerpieces ersparen sich viele Menschen über Jahre. Doch bei Stars wie Cardi B und Kylie Jenner landen Luxusaccessoires und teure Kleidung auf dem Gabentisch vom Kindergeburtstag. Auch die grossen Modehäuser setzen vermehrt auf Luxus für die Kleinsten.
Hast du als Kind Luxusmode getragen?
Rapperin Cardi B wählt nicht nur für ihr eigenes Outfit luxuriöse und exklusive Stücke, sondern kleidet auch Tochter Kulture gerne und oft in Designeroutfits. Auf Instagram zeigt sich die Rapperin im Partnerlook mit der Vierjährigen. Beide tragen Ohrenschützer von Chanel im Wert von ca. 950 Franken.
Während andere Kinder ihren Turnbeutel am Boden entlangschleifen, trägt die Tochter von Cardi B und Rapper Offset eine der begehrten Birkin Bags von Hermès. Dabei handelt es sich nicht um irgendeine Handtasche, sondern um eine Massanfertigung, die ca. 48’000 Franken kosten soll. Immerhin: Aus einer Tasche in Originalgrösse lässt es sich nicht herauswachsen.
Die gelbe Hermès-Tasche passt zu Kultures sowie Cardi Bs Outfit.
Auch für Stormi, die Tochter von Kylie Jenner, gehören teure Outfits zum Alltag. Der Karjenner-Spross hat mit fünf Jahren mehrere Designertaschen.
Kylie lässt ihre Kinder in Luxus schwelgen: Stormis Handtasche kostet ca. 990 Franken und ist vom Luxuslabel The Attico.
Auch eine Tasche von Louis Vuitton besitzt die Fünfjährige …
… ebenso eine Birkin Bag vom französischen Luxushaus Hermès. Die Preise für diese Handtaschen bewegen sich schnell im fünfstelligen Bereich.
Nebst Kylie verwöhnen auch Khloé und Kim Kardashian ihre Kinder gerne mit teuren Kleidern und luxuriösen Accessoires. Khloé stimmt zu Weihnachten ihr Outfit mit Tochter True ab. Die roten Roben wurden beide vom libanesischen Designer Nicolas Jebran kreiert und waren sicherlich nicht günstig.
Auch Kim Kardashians Kinder hüllen sich nicht einfach in irgendein Badetuch, sondern in ein Handtuch vom Luxusbrand Louis Vuitton, das rund 500 Franken kostet.
Was auffällt: Viele dieser Stars wählen dabei den Partnerlook mit ihren Knirpsen. «Die Eltern wollen, dass ihre Kinder sich ähnlich kleiden wie sie selbst, und sie sind bereit, für bestimmte Dinge mehr auszugeben, weil die Familie jetzt ihre Marke ist und sie täglich Fotos posten», sagt Sylvana Durrett, Gründerin des Webshops für Kinder Maisonette zu «The Cut». Mit Mode verleihen Stars nicht nur ihrer persönlichen Marke Ausdruck, sondern verpassen so gleich der gesamten Familie ein Branding.
Unter dieser Devise bietet auch US-Designer Rick Owens seine Kinderkleidung an. Der 60-jährige Modeschaffende ist eigentlich für seine Goth- und Rave-inspirierte Mode bekannt, doch lancierte im Oktober 2022 auch Luxusmode für Kleinkinder. «Mit der unverkennbaren Ästhetik der Hauptlinie wird Rick Owens Kids mit Sneakers, drapierten Strick-Pieces und ausgefallenen Oberteilen für Mini-Momente sorgen», heisst es bei Online-Retailer Mytheresa zur Kollektion.
Diese Jogginghose von Rick Owens lässt Kinder mit einem Preisschild von ca. Fr. 533.– luxuriös herumlungern.
Mit einem Paar Socken kommst du nicht viel günstiger weg. Diese Kindersocken kosten ca. Fr. 141.
Es geht auch farbenfroh, mit dieser Kinderweste für Fr. 733.– von Rick Owens.
Grosse Modehäuser wie Dior und Chanel geben wohlhabenden Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder im gleichen Label zu kleiden, das sie selbst bereits tragen. So können Kundinnen und Kunden mit ihrem Kind eine optische Einheit bilden. Für die Marken ist das vor allen Dingen wirtschaftlich attraktiv. «Der Markt für Kinder wächst schneller als für Damen- und Herrenmode», sagt Sylvana Durrett zu «The Cut».
Kim Kardashian und Tochter North vergangenen Sommer im Partnerlook an der Paris Fashion Week.
In den USA hat der Gesamtmarkt für Kinderbekleidung laut Marktforschungsunternehmen Statista einen geschätzten Wert von 252 Milliarden Dollar und soll jährlich um 2,4 Prozent wachsen. Hierzulande wird der Gesamtmarkt für Babykleidung auf etwa 221 Millionen Franken geschätzt und soll um rund vier Prozent wachsen.
Für Labels und Retailer scheint es ein attraktiver Zeitpunkt zu sein, um in den Markt einzusteigen. Der Luxus-Onlineshop Ssense bietet seit 2021 Kleidung für Kinder an und kümmert sich so bereits um zukünftige Kundschaft. «Ziel ist es, erwachsene Kunden – von denen viele bereits Kinder haben – und auch zukünftige Kunden an sich zu binden», sagt Brigitte Chartrand, Vizepräsidentin der Damenmode bei Ssense, zu «The Cut».
Im offiziellen Kalender der Pariser Modewoche für Männer zeigte auch US-Designer Thom Browne Anfang 2021 erstmals eine Kollektion für Kinder. Bunte Strampler suchen Eltern hier vergebens. Getreu der Marke werden beim Luxuslabel auch die Kinder in Anzüge gesteckt. Kostenpunkt für den Trenchcoat allein: 1120 Franken.
Auch die italienische Influencerin Chiara Ferragni ist seit rund zwei Jahren mit Kindermode im Geschäft. Wer eines von Ferragnis bunten Teilen möchte, muss mit ca. 85 Franken für ein T-Shirt rechnen. Das Branchenmagazin «WWD» schreibt: «Laut Ferragni ein weiterer Schritt in der umfassenden und globalen Entwicklung ihrer Marke.»
Findest du Luxusmode für Kinder übertrieben?