Goldenes Handwerk: Wie aus Handwerk luxuriöse Kunst entsteht

2023-03-08 16:22:04 By : Ms. Joyce Li

Uhrmacher, Goldschmied, Feintäschner – nur einige Berufe, die aus Handwerk Kunst machen. Die Objekte der Begierde, welche hochqualifizierte Meisterinnen und Meister ihres Fachs fertigen, sind Unikate edelster Handarbeit. Wertvoll, nachhaltig – und purer Luxus.

Aus „Nichts“ etwas machen – so beschreibt Goldschmiedemeister Stefan Oberleitner sein „Vollhandwerk“. Wobei der Chef des Wiesbadener Familienbetriebs mit „Nichts“ ein unbearbeitetes Stück Goldblech, Feingold, Silber oder Kupfer meint.

Das von seinem Vater 1983 gegründete Geschäft hat er 1990 übernommen und setzt die Familientradition fort: Jedes einzelne Schmuckstück von Juwelier Oberleitner ist von Hand gefertigt. Vom stilvollen Verkaufsraum aus kann man in das Atelier an der Stirnseite blicken – und Goldschmiedemeister Manfred Gärtner und Gesellin Birgit Schramm bei ihrem höchst filigranen Handwerk zusehen. Hier entwerfen und fertigen sie Einzelstücke auf Kundenwunsch und nach eigenen Ideen.

Der Goldschmied ist wahrscheinlich einer der ältesten Metallhandwerker in der Menschheitsgeschichte. Jahrtausende alte Schönheitsideale und ihr Wandel spiegeln sich in seinen Erzeugnissen wider. Zwar haben sich die Prozesse an der Werkbank in den letzten Jahrzehnten hoch differenziert – die ästhetischen Ansprüche sind jedoch bis heute unverändert.

Nicht umsonst waren die Goldschmiede eine der ersten Zünfte, die von Leibeigenschaft befreit wurden: Handwerk weckte große Begehrlichkeiten, denn was der Goldschmied herstell­te, diente nicht dem täglichen Gebrauch und Überleben. Der Goldschmied produziert puren Luxus. Dabei sind seine Werkzeuge bis heute mehr oder weniger gleich geblieben und im Atelier Oberleitner zu bestaunen: Mit Bohrer, Sägen, Feilen, Amboss und Walze wird hier Metall legiert, geschmolzen, gewalzt und zu unterschiedlichsten filigranen Ringen, Drähten und Formen verarbeitet.

Um das Goldschmiedehandwerk zu lernen, braucht man „viel Idealismus und Durchhaltevermögen“, sagt Manfred Gärtner. Die Ausbildung dauert drei Jahre und fängt von der Pike auf mit einfachen Lehrstücken an, um überhaupt erst einmal eine gewisse Fingerfertigkeit zu erlangen. Form- und Symmetriegefühl, Geschick, handwerkliche Begabung, ein gutes Auge und viel Geduld sollte man mitbringen. „Stundenlang sitzen und klein und nah zu gucken, die Fortschritte zu sehen, die schönen, wertvollen Steine und Edelmetalle zu halten – mich erfüllt das total“, schwärmt Birgit Schramm sichtlich begeistert von ihrem Traumberuf.

Ob Kunden Erbstücke umarbeiten lassen möchten oder ein Schmuckstück nach einer eigenen Idee des Goldschmieds entsteht: Am Anfang steht immer die Zeichnung, aus der dann mit viel Kreativität und Können funkelnde Träume werden. „Wenn die Augen der Kunden dann strahlen, sie vom Ergebnis begeistert sind und sagen: ‚Genauso habe ich mir das vorgestellt!‘, dann ist das unser Applaus“, lächelt Manfred Gärtner.

Goldschmiede arbeiten an einem massiven Werkbrett aus Holz in halbrunden Aussparungen, unter denen jeweils ein Lederfell befestigt ist – um jedes noch so winzige Fitzelchen Abrieb aufzufangen und es später nach Legie­rungen zu trennen und zu recyceln. „Bei der Scheideanstalt werden unsere Reste zu einem sogenannten König geschmolzen. So nennt man den Klumpen, der dabei entsteht. Dieser wird analysiert und sein Goldanteil dann unserem Goldkonto gutgeschrieben“, erklärt Stefan Oberleitner. Edelmetalle, so Oberleitner, seien viel zu wertvoll, um sie nicht zurückzugewinnen. Ihre Aufbereitung ist nachhaltig und führt zu keinem Material- und Wertverlust. So kann Neues entstehen, ohne Rohstoffe anzutasten.

„Edelmetalle sind viel zu wertvoll, um sie nicht zurückzugewinnen. Ihre Aufbereitung ist nachhaltig und führt zu keinem Material- und Wertverlust.“ – Stefan Oberleitner, Juwelier und Goldschmiedemeister

Leder ist ein wertvolles und nachhaltiges Material. Als Abfallprodukt des Fleischessers und Fischessers vereint es auf perfekte Weise Nachhaltigkeit mit Luxus, betont Tastelux-Chef Jürgen Beckl, dessen Unternehmen sich auf handgefertigte, hochwertige Produkte made in Germany spezialisiert hat.

Leder erfährt derzeit ein grandioses Comeback: Stars wie Kim Kardashian, Hailey Bieber, Rihanna, Megan Fox, Bella und Gigi Hadid stöckeln in Mänteln, Abendkleidern, Hosen und Overalls aus Leder durch die Metropolen dieser Welt, die coole Motorradjacke avanciert zum Must-have der Trendsetterinnen. Der neueste Schrei bei modebewussten Herren: edle Leder-Hoodies, wie sie US-Sänger Pharrell Williams („Happy“) in L. A. trägt: Im hellgrauen und fein genarbten Hoodie aus Krokodilleder sorgte der Weltstar hier kürzlich bei einem Club-Besuch für Fashion-Furore. Genäht hat das Blitzlicht-Hoodie Claudia Klassert für Tastelux in ihrem Atelier in der Hanauer Innenstadt.

Ihren ersten Leder-Hoodie hat sie für Popstar Justin Bieber gefertigt, und auch Lady Gaga trägt eine kurze beige Jacke aus Straußen-, Kroko- und Elchleder kombiniert, made in Hanau. „Schneiderin ist ein Beruf, den man heutzutage nicht mehr unbedingt braucht. Kleidung gibt es überall zu kaufen. Ein maßgefertigtes Kleidungsstück aber ist Luxus. Wir bei Tastelux designen gemeinsam mit Jürgen, der das Schlussresultat bestimmt, und realisieren individuelle Kundenwünsche in traditioneller Handwerkskunst nach Maß“, erklärt die Schneidermeisterin.

Exklusive Leder-Kreationen sind gefragt: Gerade hat Klassert für Sportmoderator Kai Ebel eine Jacke aus weichem, nochmals aufgerautem Krokodilleder gefertigt, welche ursprünglich für Jürgen Beckl selbst geplant war. Eine Kundin hat ein exklusives Faschingskostüm aus extra weichem, verschiedenfarbigem Elch- und Rentierleder in Auftrag gegeben – für den großen Auftritt in der närrischen Zeit.

Das wertvolle Material bezieht Tastelux teilweise von der Firma Majunke-Leder in Seligenstadt. Zu den Kunden der letzten Reptil-Gerberei in Deutschland gehören auch Hermés und Louis Vuitton. Jede einzelne Haut, egal ob aus Afrika, Lateinamerika oder Indonesien, die hier gegerbt, gefärbt und lackiert wird, unterliegt dem Cites, dem Washingtoner Artenschutz-Abkommen, ist gelistet und zertifiziert.

Die Geschichte der Lederwarenindustrie in Offenbach ist lang. 1776 gründete Buchbinder Joseph Anton Mönch, gebürtiger Stuttgarter, seine „Etui- und Souvenirfabrik“, fertigte Schatullen, Etuis, Portefeuilles und Brief­taschen. Leder und Häute kamen aus Frankfurt, wo auch ein großer Teil der Abnehmer saß. Über die Messe erschlossen sich überregionale und internationale Märkte und weitere Handwerker, die sich auf Kleinlederwaren spezialisierten, siedelten sich an.

Aus den bescheidenen Werkstätten entwickelten sich Fabriken für exklusive Taschen, Koffer und Etuis, die später auch unter dem Label „Offenbacher Lederwaren“ vermarktet wurden und weltweiten Absatz fanden. 1871 gab es in Offenbach 58 Lederfabriken, Heimarbeit sorgte in den Vororten wie Mühlheim, Bieber und Obertshausen für Beschäftigung. Ab den 1960er-Jahren hat sich die Produktion mehr und mehr in Billiglohnländer verlagert. Bekannte Leder-Unternehmen wie die 1928 gegründete Firma Picard in Obertshausen haben jedoch bis heute in Offenbach ihren Sitz, und auch die internationale Lederwarenmesse findet jährlich hier statt.

Karla Marquardt kam in den 1990er-Jahren aus dem Norden der Republik nach Offenbach: „Nur hier gab es die Möglichkeit, meinen Traumberuf richtig zu lernen“, sagt die Feintäschnermeisterin. In ihrer Werkstatt in Obertshausen fertigt sie feinste Kleinlederwaren in Handarbeit – neben ihrer eigenen Linie auch Kollektionen für Tastelux.

30 bis 80 Stunden dauert es, bis aus einer Idee, einem Entwurf, dem Muster und dem Papier-Dummy eine Luxushandtasche geworden ist. Das Leder dafür wird nach höchsten Ansprüchen an Gleich­mäßigkeit, Geschmeidigkeit, Festigkeit und Finesse ausgesucht.

Etliche Lederstücke unterschiedlichster Größe und Herkunft stapeln sich in den Werkstatt-Regalen, etwa Elefant, Flusspferd, Krokodil, Echse, Schlange, Strauß, Hai, Rochen, Stör, Elch, Wal und Lachs. Die Preisunterschiede sind gewaltig: Hippoleder, aus dem sich manche Superreiche Sitzbezüge für Yachten anfertigen lassen, gehört zum teuersten Leder der Welt. Nur getoppt vom Penisleder des Buckelwals: „Das ist sehr schwer zu besorgen, aber möglich“, sagt Jürgen Beckl. „Das Team von Tastelux versucht, die oft sehr außergewöhnlichen Wünsche unserer Kunden zu realisieren. Dazu bedienen wir uns unserer exklusiven Kontakte und deutscher traditioneller Handwerkskunst. Wenn wir es dann tatsächlich geschafft haben und der Kunde mit leuchtenden Augen und breitem Lächeln sein Traumprodukt in Empfang nimmt, gibt’s für uns nichts Schöneres.“

Jedes Stück Leder hat Persönlichkeit und Charakter. Sein besonderer Geruch und die individuelle Haptik und Narbung sind es, was Karla Marquardt an „ihrem“ Material fasziniert: „Jede Haut fühlt sich anders an. Ich persönlich mag gerne Straußenleder, weil es sich so schön verarbeiten lässt.“

Höchste Qualität und Liebe zum Detail zeichnen ihre Luxus-Handtaschen aus: Die Tastelux-Abendtaschen etwa versieht sie mit einem unsichtbaren Magnetverschluss, weil Teile wie Knopf oder Reißverschluss das Abendkleid beschädigen könnten. Auch wir­ken durch die nun fehlenden sichtbaren Metall­teile die Maserungen des Leders noch schöner.

„Leder ist faszinierend. Jede Haut fühlt sich anders an. Ich persönlich mag gerne Straußenleder, weil es sich so schön verarbeiten lässt.“ – Karla Marquardt, Feintäschnermeisterin

Tastelux fertigt auch individuelles Reisegepäck für Besitzer von Bugatti, Bentley, Ferrari oder Lamborghini, Maybach: „Der eine will vielleicht fünf Taschen, der andere nur zwei in dem gleichen Kofferraum haben“, so Beckl. Hier bedient das Feintäschnerhandwerk eine absolute Marktlücke im Luxussegment, denn Hersteller wie Porsche und Rolls Royce bieten kein Gepäck aus Exotenleder ab Werk. „Die Kombination des Interieurs mit dem Leder des Gepäcks ist für viele Autoliebhaber die Erfüllung ihrer Träume“, sagt Jürgen Beckl.

„Die Kombination des Interieurs mit dem Leder des Gepäcks ist für viele Autoliebhaber die Erfüllung ihrer Träume.“ Jürgen Beckl, Tastelux

Sogar individuelle Etiketten für Wein- und Champag­ner-Magnum- und Methusalem- Flaschen in Kroko- und Straußenleder fertigt Karla Mar­quardt auf Kundenwunsch. Das Etikett kann wieder in die Werkstatt zurückgesendet werden, wo sie ein Kreditkartenetui daraus fertigt: „Der permanente Gedanke und die Einstellung der Produktion für die Nachhaltigkeit steht bei uns im Vordergrund.“

Welches Gepäck Helmut Sinn in seinem Kofferraum hatte, als er 1953 in einem porschemotorisierten VW Käfer Sieger der Rallye Algier-Kapstadt wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls gründete der Pilot, auch „der schnelle Helmut“ genannt, 1961 in Frankfurt ein Unternehmen, das funktionale Uhren für Piloten und Fluglehrer herstellte. Heute fertigen rund 40 Uhrmachermeisterinnen und Uhrmachermeister sowie Gesellinnen und Gesellen bei Sinn Spezialuhren auf Weltniveau.

Zu den Kunden zählen Uhrenliebhaber ebenso wie Piloten, Taucher, Rettungskräfte, Jäger oder die maritime Einheit der GSG 9 – denn auf eine hochspezialisierte Sinn-Uhr kann man sich im Extremfall immer verlassen. Die Frankfurter Finanzplatzuhr, die auf Anregung der Frankfurter Wirtschaftsförderung entwickelt wurde, trägt erstmals den Schriftzug Frankfurt am Main auf dem Zifferblatt und drückt damit die Verbundenheit zu der Heimatstadt von Sinn Spezialuhren aus.

Die Vorstellung der Frankfurter Finanzplatzuhr 6000 im Jahr 1999 begründet eine erfolgreiche Traditionslinie, die über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist und sich großer Beliebtheit erfreut. Auch die inzwi­schen ausverkaufte limitierte 956 Adler mit dem Eintracht-Wappen ist ein begehrtes Sammlerstück.

Lothar Schmidt, der das Unternehmen 1994 übernahm, sucht händeringend Uhrmacher und Auszubildende im Uhrmacherhandwerk. In drei Ausbildungsjahren lernt der Nachwuchs, die neuesten Technologien mit der Kunstfertigkeit des traditionsreichen Uhrmacherhandwerks zu verbinden: „Seit Jahren bilden wir Uhrmacherinnen und Uhrmacher aus und fördern ihre Weiterbildung und Qualifizierung bis hin zum Meisterbrief“, so Schmidt. Mit großem Erfolg: Gerade ist Ex-Azubi Kira Sodemann beim Leistungs­wettbewerb des deutschen Uhrmacherhandwerks zur Siegerin des Landes Hessens gekürt worden.

„Die Auszubildenden lernen bei uns in einem angenehmen und gesicherten Arbeitsumfeld, die neuesten Technologien mit der Kunstfertigkeit des traditionsreichen Uhrmacherhandwerks zu verbinden.“ – Lothar Schmidt, Inhaber Sinn Spezialuhren

Eine Uhr ist ein äußerst nachhaltiges Produkt, denn der Großteil ihrer Einzelteile bleibt bei der Wartung oder Reparatur erhalten. Je komplexer die Funktionen, umso mehr müssen kleinste und winzigste Teile im Uhrwerk präzise zusammenspielen. „Jede Uhr tickt anders“, sagt Uhrmachermeister Sebastian Herrmann, seit 18 Jahren bei Sinn. Der Mann liebt sein Handwerk, „wo sich vieles wandelt und es jeden Tag neue Herausforderungen gibt“. Im Reparaturbereich etwa habe jede Uhr ein anderes Leben hinter sich am Arm, und somit ihre ganz individuellen Trage- und Abnutzungsspuren.

„Jede Uhr hat ein anderes Leben hinter sich am Arm und somit ihre ganz individuellen Trage-und Abnutzungsspuren“ – Sebastian Herrmann, Uhrmachermeister

Anders als etwa bei Autoreparaturen erfolgt die Fehlersuche bei mechanischen Uhren rein manuell, ohne Computerunterstützung. Eine Uhr besteht aus mindestens 200 Einzelteilen, je nach Funktionen können es sogar mehr als 1000 sein. Da wundert es nicht, dass das Uhrmacherhandwerk, das jede Menge Geduld, Fachwissen, Fingerspitzengefühl und Konzentration voraussetzt, seit jeher ein hohes Ansehen genießt – wird doch etwas höchst Wertvolles produziert oder repariert, was man mit bloßem Auge gar nicht sehen kann.

Die ersten Uhrmacher der Historie aber waren Schlosser und Schmiede, die landauf, landab Groß-Uhren in Kirchtürme bauten. Erst die Erfindung der Zugfeder um 1500 ermöglichte die Herstellung kleinerer, tragbarer Uhren. Die grundlegenden handwerklichen Schritte haben sich seitdem kaum verändert. Die heutige Ausbildung beruht noch auf den traditionellen Kenntnissen über Materialien wie Gold, Eisen, Stahl oder Messing und deren Bearbeitung sowie Techniken wie Sägen, Feilen, Bohren, Drehen, Schleifen und Polieren. Zwar haben sich moderne Fertigungstechnologien entwickelt, die Werkzeuge jedoch sind über die Jahrhunderte mehr oder weniger geblieben.

Jede Uhr von Sinn ist zugleich ein Luxusprodukt und ein Instrument, denn sie entsteht in kompletter Eigenverantwortung eines einzelnen Uhrmachers oder einer Uhrmacherin. Ganz ohne Arbeitsteilung, wie es in der industriellen Fertigung von Alltagsuhren der Fall ist.

Auf Sebastian Herrmanns Arbeitsplatte sieht es aus, als hätte jemand unzählige Werk­zeuge aus einer winzigen Puppenstube fein säuberlich nebeneinander aufgereiht. Systematisch angeordnet befinden sich etwa ein Drehsockel mit Mini-Schraubenziehern, klein­ste Bohrer, Pinzetten, Zangen, und Öl­näpfchen kaum größer als ein Kinderfingernagel. Vom Zeigerabheber über den Löthaken bis zum Kloben für das Einspannen und Halten von kleinsten Rundteilen hat jedes Utensil seine feste Bestimmung, um mit höchster Präzision agieren zu können.

Unverzichtbar bei allen Arbeitsschritten: die Lupe. Das sogenannte Okular klemmt sich Sebastian Herrmann ganz entspannt ins linke Auge, um die Hände beim Arbeiten frei zu haben: „Die Uhrmacherkunst ist ein historischer Beruf, der in der Gegenwart angekommen ist“, sagt Herrmann und greift ohne Hinzusehen nach einem der vielen Schraubenzieher. Mit traumhafter Sicherheit erwischt der Uhrmachermeister genau die Größe, die er für den nächsten Arbeitsschritt braucht. Keine Frage: Sebastian Herrmann beherrscht sein Handwerk. Ein Handwerk, das jüngst mit einer besonderen Anerkennung gewürdigt wurde: Seit 2021 gehört das Uhrmacherhandwerk zur Liste des immateriellen Unesco-Kulturerbes in Deutschland.

Die Uhrmacherkunst erhalten und weitergeben ist auch das erklärte Ziel der Ausbildung bei Sinn Spezialuhren. Lothar Schmidt: „Die Auszubildenden lernen bei uns in einem angenehmen und gesicherten Arbeitsumfeld, die neuesten Technologien mit der Kunstfertigkeit des traditionsreichen Uhrmacherhandwerks zu verbinden. Wir freuen uns auf Bewerber, die technisch interessiert sind und Freude an einem traditionellen Handwerk haben.“

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